Mittelfranken

Informationen zum Bezirksverband

Gründung: 01.01.1946

Der CSU-Bezirksverband Mittelfranken wurde im Frühjahr 1946 gegründet. Sein erster Vorsitzender wurde der aus Nürnberg stammende Karl Sigmund Mayr. Mayr war Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung und an der Gründung der CSU im Stadt- und Landkreis Fürth beteiligt sowie Mitglied des CSU-Landesvorstands.

Bis zur Kreisgebietsreform im Jahr 1972 zählte der Bezirksverband folgende Kreisverbände: Gunzenhausen, Hilpoltstein, Schwabach-Land, Hilpoltstein, Weißenburg-Stadt, Weißenburg-Land, Erlangen-Land, Lauf, Nürnberg-Land, Hersbruck, Ansbach-Stadt, Ansbach-Land, Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Neustadt/Aisch, Rothenburg-Land, Rothenburg-Stadt, Höchstadt, Scheinfeld, Erlangen-Stadt, Uffenheim.
Ab 1972 wurden diese Kreisverbände zu den heutigen acht Kreisverbänden zusammengefasst.
Heute gehören zum Bezirksverband Mittelfranken zusätzlich einzelne Ortschaften aus den alten Kreisverbänden Donauwörth (Bezirksverband Schwaben), Eschenbach, Sulzbach-Rosenberg, Neumarkt-Land (Bezirksverband Oberpfalz), Forchheim-Land, Pegnitz, Bamberg-Land (Bezirksverband Oberfranken).
Über die Kreisverbände auf der Website sind die alten Kreisverbände, ihre Vorsitzenden sowie ihre heutige Zugehörigkeit abzurufen. Über die Kreisverbände auf der Website sind die alten Kreisverbände, ihre Vorsitzenden sowie ihre heutige Zugehörigkeit abzurufen.
 

Im ACSP befinden sich von dem Bezirksverband der CSU Mittelfranken für den Zeitraum 1947-2000 circa elf laufende Meter Akten.

Hinweise zu Literatur, Druckschriften und Festschriften des CSU-BV Mittelfranken

 

Die Junge Union in Mittelfranken 

Die JU-Bezirksvorsitzenden

Bezirksverband-Vorsitzende

Galerie

Geschichte des Bezirksverbands Mittelfranken

Autor: Peter Müller

Vorbemerkung

In der amerikanischen Besatzungszone war ab dem 27. August 1945 die Bildung und Beteiligung von Parteien im regionalen Bereich der Städte und Landkreise erlaubt. Die CSU konnte weder an Organisationsstrukturen noch an Parteiprogramme anknüpfen, bei den regionalen und unabhängig voneinander stattfindenden Gründungen stimmten jedoch die weltanschaulichen Grundgedanken im Wesentlichen überein. Es fanden Persönlichkeiten zusammen, die eine Partei als Vereinigung aller christlichen und demokratischen Kräfte anstrebten.1)

Die „Rothenburger Gespräche“

Schon am 8. Juli 1945 trafen sich der Oberfranke Dr. Josef Müller („Ochsensepp“), der dann vom Dezember 1945 bis Mai 1949 Landesvorsitzender war, und der Unterfranke Adam Stegerwald im mittelfränkischen Rothenburg ob der Tauber.  Die „Rothenburger Gespräche“ galten letztlich als „geistige Geburtsstunde“ der CSU insgesamt. Bei einer örtlichen Parteigründung vom 14. August 1945 in München wurde der Name „Christlich-Soziale Union“ kreiert und am 13. Oktober konstituierte sich die CSU bereits in Nürnberg.1)

Die Anfänge

Danach wurde in ganz Mittelfranken, also außerhalb des Nürnberger Stadtgebietes, um Mitglieder geworben. Hintergrund waren auch die für 27. Januar 1946 angesetzten ersten Gemeindewahlen in den Landkreisen. Am 1. Dezember 1946 standen schließlich auch die Landtagswahlen an.1)

Die Anfänge lagen also schon im Herbst 1945, wo über Gründungen zum Beispiel aus dem Landkreis Höchstadt/Aisch berichtet wird.3) Die offizielle Gründung als eigenständiger Bezirksverband war dann wohl erst in 1946.

Aufgrund der engen Verknüpfung der beiden Bezirksverbände Nürnberg-Fürth und Mittelfranken kam es in der Anfangszeit zu personellen und organisatorischen Überschneidungen. So waren zunächst Dr. Wilhelm Arnold und Dr. Paul Nerreter erste und zweite Vorsitzende beider Bezirksverbände. Im September 1946 wählte dann die Bezirksversammlung des Bezirksverbandes Mittelfranken Karl Sigmund Mayr und Georg Stücklen zu ihren Vorsitzenden.1)

In der Folge gab es immer wieder Neuabgrenzungen. Das Nürnberger Land war zunächst der Großstadt Nürnberg zugeordnet, der Kreisverband kam dann aber mit der Gebietsreform 1972 zum Bezirksverband Mittelfranken.1) Später wurde dann der Kreisverband Schwabach umgekehrt wieder dem Bezirksverband Nürnberg-Fürth zugeordnet, der sich dann auch den Namen „Nürnberg-Fürth-Schwabach“ gab.

Auch die Regierungsbezirke wurden 1972 neu geordnet. So gehörten die Stadt und der frühere Landkreis Eichstätt einst zu Mittelfranken (jetzt Oberbayern), hinzu kamen im Gegenzug große Teile des Landkreises Höchstadt, früher Oberfranken.

Mit der „Ortsgemeinschaft Altenfurt“, die bereits am 10. Dezember 1945 aus 25 Mitgliedern bestand, wird der erste Erfolg im Nürnberger Land dokumentiert. Die Gründung des Kreisverbandes Nürnberger Land fand am 12. Mai 1946 in Altdorf statt, zum ersten Vorsitzenden wurde Anton Schneider gewählt.

Die Bezirksvorsitzenden

  • Dr. Karl Sigmund Mayr war 1946 Mitglied der Bayerischen Verfassungsgebenden Landesversammlung und 1948/1949 Mitglied des Parlamentarischen Rats. Er zählte 1946 zu den Mitbegründern der CSU, war bis 1952 Bezirksvorsitzender und bis 1957 Mitglied des CSU-Landesvorstandes, von 1950 bis 1953 stellvertretender Vorsitzender der Partei und von 1955 bis 1957 Zweiter Landesschatzmeister.
  • Dr. Hans Küßwetter, frühzeitig Mitglied einer Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus, war Mitbegründer der CSU im Landkreis Dinkelsbühl und vom 7. Juni 1952 bis zu seinem frühen Tod am 19. November 1965 Vorsitzender des CSU-Bezirksverbandes Mittelfranken.5) Er war von 1948 bis 1965 Landrat des ehemaligen Landkreises Dinkelsbühl, von 1962 bis 1965 Bezirkstagspräsident und von 1958 bis 1965 Mitglied des Senats.
  • Erst am 30. April 1966 wurde Dr. Heinrich Lades als sein Nachfolger gewählt und hatte das Amt bis 1972 inne. Er war von 1959 bis 1972 Oberbürgermeister von Erlangen und von 1962 bis 1982 Mitglied des Bezirkstages.
  • Dr. Karl Hillermeier amtierte vom 6. Mai 1972 bis 10. Juni 1989 und war in dieser Zeit auch Mitglied des Parteivorstandes. Er war von 1962 bis 1990 Mitglied des Bayerischen Landtags und von 1966 bis 1988 Mitglied der Bayerischen Staatsregierung, als Staatssekretär, Staatsminister und Stellvertretender Ministerpräsident bei Franz Josef Strauß.
  • Carl-Dieter Spranger war vom 10. Juni 1989 bis 2001 Vorsitzender des CSU-BV Mittelfranken, von 1977 bis 2001 Mitglied des CSU-Landesvorstands. Von 1972 bis 2002 war er Mitglied des Deutschen Bundestages, in dieser Zeit auch Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern und 1991 bis 1998 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
  • Seit inzwischen mehr als 20 Jahren wird der Bezirksverband von Joachim Herrmann geführt. 1994 wurde er erstmals in den Bayerischen Landtag gewählt und war von 2003 bis 2007 Vorsitzender der Landtagsfraktion. Seit 2007 ist er Staatsminister des Innern, für Sport und Integration

Persönlichkeiten (eine Auswahl)

Zusätzlich zu den genannten Bezirksvorsitzenden kamen und kommen aus dem Gebiet des Bezirksverbandes Mittelfranken zahlreiche Persönlichkeiten, die die CSU und die Politik in Franken, Bayern, Deutschland und Europa entscheidend mitgeprägt haben und noch heute prägen, die aktiv und maßgeblich an politischen Grundsätzen wie an der „Tagespolitik“ beteiligt sind. Das gilt bereits für die Verfassungsgebende Versammlung vom 30. Juni 1946 als auch für den Parlamentarischen Rat, die „Mütter und Väter“ des Grundgesetzes, welchem Karl Sigmund Mayr angehörte.

Prägend waren und sind Mittelfranken im Europäischen Parlament, in Bundes- und Staatsregierungen, in Fraktionen, bei der Hanns-Seidel-Stiftung, aber auch bei administrativen Führungsaufgaben in der Staatskanzlei oder auch der CSU-Landesleitung, wie beispielsweise der derzeitige Bezirksvorsitzende Joachim Herrmann als stellvertretender Generalsekretär in 1997 und 1998.

Federführend war die mittelfränkische CSU auch bei der Hilfe für den kommunalen und demokratischen Aufbau in den neuen Ländern nach dem Ende des Unrechtsregimes DDR und der Wiedervereinigung.

Nachstehend sind nur einige Persönlichkeiten genannt, eine vollzählige Aufzählung würde den Rahmen sprengen.

  • Artur Auernhammer gehörte von Juli 2004 bis September 2005 als Nachrücker dem Deutschen Bundestag an und wurde 2013 über die Landesliste wiedergewählt. Seit 2017 ist er direkt gewählter Abgeordneter des Bundeswahlkreises Ansbach.
  • Georg Bachmann war 1946 Mitglied der Verfassungsgebenden Landesversammlung, von 1946 bis 1962 Mitglied des Bayerischen Landtags, von 1950 bis 1954 Mitglied des CSU-Landesvorstands und von 1952 bis 1954 Vizepräsident des Bayerischen Landtags.
  • Rudolf Bachmann war Mitglied des Bayerischen Senats und des Bayerischen Landtags von 1970 bis 1982, von 1976 bis 1982 war er Mitglied des Parteivorstandes und von 1972 bis 1982 Bezirksvorsitzender des Arbeitskreises Landwirtschaft in Mittelfranken.
  • Wilhelm Bachmann war von 1950 bis 1966 Mitglied des Bayerischen Landtags.
  • Richard Bartsch ist seit 1986 Mitglied des mittelfränkischen Bezirkstages, war dort von 1994 bis 2003 Fraktionsvorsitzender und von 2003 bis 2018 Bezirkstagspräsident.
  • Volker Bauer ist seit Oktober 2013 Mitglied des Bayerischen Landtags für den Stimmkreis Roth. Der Elektromeister und GmbH-Geschäftsführer ist seit 1996 Mitglied im Gemeinderat Kammerstein und seit März 2014 Mitglied des Kreistages. Seit 2009 ist er CSU-Kreisvorsitzender und seit 2018 Präsident des Bayerischen Jagdverbandes im Regierungsbezirk Mittelfranken.
  • Friedrich Bauereisen sen. war von 1949 bis 1961 Mitglied des Deutschen Bundestages.
  • Friedrich Bauereisen jun. war von 1974 bis 1994 Mitglied des Bayerischen Landtags und von 1952 bis 1957 Mitglied im Parteivorstand.
  • Alfons Brandl ist 2020 über die Mittelfranken-Liste in den Bayerischen Landtag für Manuel Westphal, der zum Landrat gewählt wurde, nachgerückt. Der Diplomverwaltungswirt war von 2002 bis 2020 Erster Bürgermeister von Herrieden und ist seit 2008 Mitglied des Kreistages im Landkreis Ansbach.
  • Klaus-Dieter Breitschwert war Mitglied des Bayerischen Landtags von 1992 bis 2013 und von 1976 bis 2013 Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Ansbach-Stadt.
  • Josef Brumberger war kurzzeitig Mitglied des Bayerischen Landtags vom 1. Januar bis 26. November 1950.
  • Karl Burkhardt war von 1952 bis 1959 Oberbürgermeister von Ansbach, von 1954 bis 1958 Mitglied im Bezirkstag und von 1958 bis 1975 Regierungspräsident von Mittelfranken. Kurzzeitig gehörte er auch der Bayerischen Staatsregierung an, nämlich 1957/1958 als Staatssekretär im Kultusministerium.
  • Hans Centmayer war von 1946 bis 1950 Mitglied des Bayerischen Landtags.
  • Anton Dobmeier war von 1966 bis 1974 Mitglied des Bezirkstages Mittelfranken und von 1974 bis 1990 Mitglied des Bayerischen Landtags. Von 1974 bis 1987 war er Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Hersbruck bzw. Nürnberger Land.
  • Dr. Werner Dollinger war von 1953 bis 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages und in dieser Zeit in vier verschiedenen Ressorts Bundesminister. Der nicht unumstrittene aber zum Abbau von Standortnachteilen notwendige Rhein-Main-Donau-Kanal wurde zwar von Franz Josef Strauß initiiert4), aber von ihm in seiner Zeit als Bundesverkehrsminister bis zu seiner Fertigstellung in 1992 umgesetzt. Dollinger gab auch den Startschuss für die ersten ICE-Züge und zur Erweiterung eines flexiblen Mobilitätsangebots. Und als Vorsitzender des Wirtschaftsbeirates der Union (1970 bis 1996) war für ihn die Marktwirtschaft stets nicht nur „sozial“, sondern auch ethisch begründet. Für ihn galt das Modell vom „ehrbaren Kaufmann“. Er gilt als regionaler Mitbegründer der CSU, war von 1957 bis 1989 Mitglied im Landesvorstand und viele Jahre EAK-Landesvorsitzender.
  • Norbert Dünkel ist seit Oktober 2013 Abgeordneter des Bayerischen Landtags für den Stimmkreis Nürnberger Land. Von 1998 bis 2013 war er direkt gewählter Bezirksrat. Der Dipl.-Verwaltungswirt (FH) war von 1989 bis 2019 Kreisgeschäftsführer der Lebenshilfe, ist seit 1990 Mitglied des Stadtrates von Hersbruck und war von 2002 bis 2013 Mitglied des Kreistages, von 2003 bis 2008 Erster Stellvertretender Landrat. Seit 2009 ist er Kreisvorsitzender der CSU Nürnberger Land.
  • Kurt Eckstein zog 1986 in den Bezirkstag ein und war von 1990 bis 2013 Mitglied des Bayerischen Landtags. 16 Jahre, von 1993 bis 2009, war er Kreisvorsitzender der CSU.
  • Ralph Edelhäußer ist seit 2021 direkt gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Roth. Der Diplom-Betriebswirt (FH) und Reserveoffizier war von 2011 bis 2021 Erster Bürgermeister der Kreisstadt Roth und ist vielfältig ehrenamtlich tätig, unter anderem im Kreistag des Landkreises Roth und als Kreisvorsitzender des Bayerischen Leichtathletik-Verbandes.
  • Georg Ehnes war von 1958 bis 1961 Mitglied des Bayerischen Landtags, von 1961 bis 1972 Mitglied des Deutschen Bundestages und von 1970 bis 1991 Mitglied im Bayerischen Senat. Viele Jahre wirkte er auch im Parteivorstand mit. Von 1972 bis 1990 war er Landrat des Landkreises Ansbach.
  • Horst Erny gilt als Gründungsmitglied, war 1954 und 1964 Mitglied der Bundesversammlung und von 1962 bis 1978 Mitglied des Bezirkstages. 16 Jahre war er Bezirksvorsitzender der Jungen Union und zehn Jahre stellvertretender JU-Landesvorsitzender. 18 Jahre war er Bürgermeister der Kreisstadt Neustadt a.d. Aisch.
  • Georg Freiherr von und zu Franckenstein war nach seinem Wirken als Landrat im Altlandkreis Scheinfeld von 1950 bis 1965 Mitglied des Bayerischen Landtags.
  • Karl Freller ist seit 1982 Mitglied des Bayerischen Landtags und war von 1998 bis 2007 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Von 2007 bis 2018 war er stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion, seit 2018 ist er Erster Vizepräsident des Bayerischen Landtags. Seit 2007 ist Freller Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten und seit 1991 Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Schwabach.
  • Dr. Gerhard Friedrich war von 1987 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages, hier zeitweise Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Ausschuss für Bildung und Forschung, Vorsitzender des Arbeitskreises Innen-, Rechts- und Umweltpolitik der CSU-Landesgruppe und von 1994 bis 1998 stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Von 1978 bis 1987 war er Stadtrat in Erlangen. Er war Bezirksvorsitzender der Jungen Union Mittelfranken und von 1975 bis 1983 stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern. Von 1993 bis 2001 war er Kreisvorsitzender der CSU Erlangen.
  • Dr. Ingo Friedrich gehörte von Beginn an dem Europäischen Parlament an, insgesamt von 1979 bis 2009. Von 1999 bis 2007 war er Vizepräsident des Europäischen Parlaments. Er war viele Jahre Mitglied im Parteivorstand, zeitweise auch stellvertretender Parteivorsitzender, Vorsitzender des EAK sowie Präsident der Europäischen Mittelstands-Union. Auf Initiative von Ingo Friedrich wurde aus dem ehemaligen Emblem des Europarats das Symbol aller EU-Organe, letztlich die Schaffung einer Europafahne für die Europäische Gemeinschaft. Auch die Europahymne ist auf eine seiner Initiativen zurückzuführen.
  • Konrad Frühwald war von 1958 bis 1972 Landrat im Altlandkreis Neustadt a.d. Aisch, von 1972 bis 1977 Landrat im neuen Landkreis Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim. Von 1962 bis 1970 war er Mitglied des Bayerischen Landtags, zuvor gehörte er dem Parlament bereits von 1950 bis 1958 für die Bayernpartei an. Zur CSU kam er 1954.
  • Josef Göppel war von 1974 bis 1994 Mitglied des mittelfränkischen Bezirkstages, von 1994 bis 2002 Mitglied des Bayerischen Landtags und von 2002 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Landesvorsitzender des Umweltarbeitskreises der CSU war er von 1991 bis 2017. Er ist Begründer der Landschaftspflegeverbände und des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege.
  • Christa Götz war von 2002 bis 2008 Mitglied des Bayerischen Landtages. Die Landwirtin und ehemalige Kreisbäuerin rückte am 1. November 2002 für Josef Göppel nach und wurde über die Mittelfrankenliste wieder gewählt. Sie war Mitglied des Kreistages im Landkreis Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim und des Stadtrates der Kreisstadt Neustadt an der Aisch.
  • Dr. Ignaz Greiner war zunächst Landrat im Altlandkreis Hilpoltstein und von 1972 bis 1978 im neuen Landkreis Roth. Von 1958 bis 1978 gehörte er dem Bezirkstag an, von 1965 bis 1978 war er dessen Präsident.
  • Klaus Hartmann war von 1965 bis 1972 Landrat im Altlandkreis Hersbruck und später von 1984 bis 1995 im Landkreis Nürnberger Land. Von 1976 bis 1984 war er Mitglied des Deutschen Bundestages.
  • Hansgeorg Hauser war von 1990 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages, 1994/1995 Vorsitzender der Arbeitsgruppe Finanzen der Bundestagsfraktion und von 1995 bis 1998 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen.
  • Hans Herold ist seit 2003 Mitglied des Bayerischen Landtags für den Stimmkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim / Fürth-Land. Der Verwaltungsfachwirt war von 1996 bis 2008 ehrenamtlicher Erster Bürgermeister des Marktes Ipsheim und ist seit 2014 stellvertretender Landrat im Landkreis Neustadt a.d. Aisch - Bad Windsheim. Von 1983 bis 1990 war er Kreisvorsitzender der Jungen Union und von 2002 bis 2021 CSU-Kreisvorsitzender im Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim. Seit 2007 ist er Kreisvorsitzender der Lebenshilfe.
  • Prof. Dr. Adalbert Hudak war von 1965 bis 1969 Mitglied des Deutschen Bundestages.
  • Rudolf Klinger gehörte von 1986 bis 2003 dem Bayerischen Landtag an und war von 1994 bis 1998 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst für den Bereich Wissenschaft und Kunst. Von 1982 bis 1999 war er Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Weißenburg-Gunzenhausen.
  • Georg Krauß gehörte von 1958 bis 1962 dem mittelfränkischen Bezirkstag an und von 1962 bis 1970 dem Bayerischen Landtag.
  • Franz Krug war von 1970 bis 1978 Mitglied des Bayerischen Landtags und von 1978 bis 2002 Landrat des Landkreises Erlangen-Höchstadt.
  • Ernst Lechner war von 1962 bis 1986 Mitglied des Bayerischen Landtags und wird „Vater“ des Fränkischen Seenlandes genannt.
  • Justin Leicht war von 1966 bis 1978 Mitglied des Bayerischen Landtags.
  • Friedrich Loscher-Frühwald war von 1982 bis 2003 Mitglied des Bayerischen Landtags, ab 1998 Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Von 2005 bis 2015 war er Präsident des mittelfränkischen  Fischereiverbandes und ist seither Ehrenpräsident.
  • Georg Mack war 1946 Mitglied der Bayerischen Verfassungsgebenden Landesversammlung und von 1946 bis 1970 Mitglied des Bayerischen Landtags.
  • Dr. Christoph Maier war von 1978 bis 1998 Mitglied des Bayerischen Landtags und von 1991 bis 1997 Kreisvorsitzender der CSU. Mehr als 50 Jahre wirkte er als Geschäftsführer, Präsident und Ehrenpräsident für den Fischereiverband Mittelfranken.
  • Dr. Georg Baron von Manteuffel-Szoege war von 1953 bis 1962 Mitglied des Deutschen Bundestages.
  • Christa Matschl war von 1998 bis 2013 Mitglied des Bayerischen Landtags für den Stimmkreis Erlangen-Höchstadt. Vielfältig in auch kommunalen Gremien tätig war sie von 1999 bis 2011 Kreisvorsitzende der CSU.
  • Hans Maurer war von 1970 bis 1998 Mitglied des Bayerischen Landtags, zeitweise Mitglied des Präsidiums und ab 1986 nach Stationen als Staatssekretär 1990 bis 1993 Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
  • Heinrich Meier war Mitglied des Bezirkstags Mittelfranken und von 1954 bis 1958 sowie 1961/1962 Mitglied des Bayerischen Landtags (nachgerückt für Georg Ehnes).Er gilt als Mitbegründer des CSU-Kreisverbands Schwabach und war dessen erster Kreisvorsitzender.
  • Stefan Müller vertritt seit 2002 als direkt gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestages den Wahlkreis Erlangen. Von 2009 bis 2013 und seit 2017 ist er Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag. Von Dezember 2013 bis Oktober 2017 war er Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung. Der Bankfachwirt (IHK) war Mitglied des Gemeinderates der Gemeinde Großenseebach und ist seit 2002 Kreisrat im Landkreis Erlangen-Höchstadt, war von 2007 bis 2011 Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern und ist seit 2011 Kreisvorsitzender der CSU Erlangen-Höchstadt.
  • Dr. Paul Nerreter ist Mitbegründer der CSU in Mittelfranken in 1946 und war 1946 bis 1950 Landrat in verschiedenen Landkreisen Mittelfrankens, von 1951 bis 1954 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, von 1954 bis 1958 Mitglied des Bayerischen Landtags. Von 1951 bis 1958 war er Mitglied im Parteivorstand.
  • Walter Nussel ist seit Oktober 2013 Mitglied des Bayerischen Landtags für den Stimmkreis Erlangen-Höchstadt. Der Unternehmer sowie Land- und Forstwirt ist seit Februar 2017 Beauftragter für Bürokratieabbau der Bayerischen Staatsregierung. Nussel ist Mitglied im Kreistag und Stadtrat.
  • Hans Popp war von 1965 bis 1978 Mitglied des Bayerischen Landtags.
  • Georg Rosenbauer war von 1984 bis 1994 Mitglied des Bayerischen Landtags und von 1996 bis 2008 Landrat im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.
  • Pfarrer Hans Roser war von 1969 bis 1976 Mitglied des Deutschen Bundestages und von 1969 bis 1974 Landesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CSU.
  • Andreas Schalk ist im Juni 2016 für Michael Brückner in den Bayerischen Landtag nachgerückt und wurde 2018 im Stimmkreis Ansbach-Nord direkt gewählt. Der Unternehmer und Diplom-Betriebswirt (BA) mit Abschluss Master of Science war von 2009 bis 2017 Bezirksvorsitzender der Jungen Union Mittelfranken, ist seit 2013 Kreisvorsitzender der CSU Ansbach-Stadt und seit 2019 stellvertretender Bezirksvorsitzender der CSU Mittelfranken. Seit 2014 ist Schalk Mitglied im Stadtrat der Stadt Ansbach.
  • Andreas Schmid aus Röthenbach a.d. Pegnitz war 1946 Mitglied der Verfassungsgebenden Landesversammlung und von 1946 bis 1950 Mitglied des Bayerischen Landtags.
  • Hanns Martin Schmidramsl war von 1950 bis 1974 Mitglied des Bayerischen Landtags.
  • Christian Schmidt war von 1990 bis 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages und wurde im August 2021 von der Staatengemeinschaft zum Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina benannt. Er war Parlamentarischer Staatssekretär in verschiedenen Ressorts und von 2014 bis 2018 Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft. Schmidt ist von 1989 bis 1993 und seit 1999 Mitglied im Parteivorstand, war sechs Jahre stellvertretender Parteivorsitzender, war Landesvorsitzender des Arbeitskreises Außen- und Sicherheitspolitik und ist derzeit Vorsitzender des EAK.
  • Dr. Fritz Staudinger war von 1945 bis 1958 Landrat in Weißenburg und von 1958 bis 1962 Staatssekretär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus, in dieser Zeit auch Mitglied im Parteivorstand.
  • Prof. Dr. Hermann Strathmann war von 1946 bis 1950 Mitglied des Bayerischen Landtags. 1946/1947 ruhte das Mandat wegen Prüfung der Wählbarkeit durch den Bayerischen Verfassungsgerichtshof. In diesen Jahren war er auch Mitglied im Parteivorstand.
  • Jürgen Ströbel war von 2003 bis 2008 und von 2011 bis 2018 Mitglied des Bayerischen Landtags, nachdem er zuvor von 1992 bis 2000 dem Bayerischen Senat angehörte. Von 1991 bis 2012 war er zudem Präsident des Bauernverbandes Mittelfranken und von 1997 bis 2012 stv. Präsident des Bayerischen Bauernverbandes.
  • Georg Stücklen war 1946 Mitglied der Bayerischen Verfassungsgebenden Landesversammlung und von 1946 bis 1950 Mitglied des Bayerischen Landtags.
  • Dr. h.c. Richard Stücklen zählte 1945 zu den Mitbegründern der CSU, war von 1950 bis 1990 Mitglied im Parteivorstand und von 1949 bis 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages. Lange Zeit war er damit der Politiker mit der längsten Bundestagszugehörigkeit, erst 2014 wurde dieser Rekord von Wolfgang Schäuble überboten. Er war zeitweise Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen und von 1979 bis 1983 Präsident des Deutschen Bundestages und bis 1990 noch dessen Vizepräsident. Er gilt als „Erfinder der Postleitzahl“ und des telefonischen Selbstwähldienstes, der in den 60er Jahren das „Fräulein vom Amt“ ablöste.
  • Hans Tauber war von Dezember 1970 bis Oktober 1986 Mitglied des Bayerischen Landtags; als Obermichelbacher (Landkreis Fürth) betreute er auch Teile des heutigen Stimmkreises Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim / Fürth-Land.
  • Dr. Wilhelm Vorndran war von 1958 bis 1994 Mitglied des Bayerischen Landtags, er war Staatssekretär in verschiedenen Ministerien, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und von 1990 bis 1994 Landtagspräsident. 1954 gründete er den RCDS an der Universität Erlangen, war von 1957 bis 1993 Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Erlangen-Stadt und von 1964 bis 1972 Landesvorsitzender des Arbeitskreises Öffentlicher Dienst sowie von 1981 bis 1989 Landesvorsitzender des Arbeitskreises Juristen.
  • Georg Weinzierl war von 1946 bis 1950 Mitglied des Bayerischen Landtags.
  • Dr. Manfred Weiß war von 1978 bis 2013 Mitglied des Bayerischen Landtags und von September 1999 bis Oktober 2003 Bayerischer Staatsminister der Justiz. Von 2008 bis 2013 war er Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums. Von 1976 bis 2009 war er CSU-Kreisvorsitzender und von 1989 bis 2009 Stellvertretender CSU-Bezirksvorsitzender. Von 1991 bis 1995 war er Landesvorsitzender des Wehr- und Sicherheitspolitischen Arbeitskreises der CSU (WPA).
  • Friedrich Weißkopf war von 1966 bis 1974 Mitglied des Bayerischen Landtags, später Mitglied des Bezirkstages und Bürgermeister von Altdorf.
  • Manuel Westphal war von Oktober 2013 bis 30. April 2020 Mitglied des Bayerischen Landtags für den Stimmkreis Ansbach-Süd / Weißenburg-Gunzenhausen. Seit 1. Mai 2020 ist der Jurist und Reserveoffizier Landrat des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Von 2015 bis 2021 war er CSU-Kreisvorsitzender.
  • Tobias Winkler ist seit 2021 direkt gewähltes Mitglied des Deutschen  Bundestages für den Wahlkreis Fürth. Zuvor war er Leiter des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in München, Büroleiter von Dr. Hans-Gert Pöttering und Dr. Ingo Friedrich. Der Politologe hat kommunale Wurzeln und ist vielfältig in Vereinen und Verbänden regional wie überregional vernetzt.
  • Wilhelm Winkler war von 1966 bis 1974 Mitglied des Bayerischen Landtags.
  • Dr. Ernst-Günther Zumach war von 1971 bis 1990 Oberbürgermeister von Ansbach und von 1978 bis 1990 und von 1992 bis 1994 Mitglied des Bezirkstages.

Die Mitgliederentwicklung

Im Dezember 1946 zählte die CSU im Bezirksverband Mittelfranken (ohne Nürnberg-Fürth) 3.507 Mitglieder, im Dezember 1947 waren es dann schon 3.815 und 1978 stolze 11.539, organisatorische Umgruppierungen sind dabei nicht berücksichtigt.1) Im Juli 2021 zählt die CSU im Bezirksverband 9.438 Mitglieder.

Erste Wahlen nach dem Zweiten Weltkrieg

Am 27. Januar 1946 waren die ersten Kommunalwahlen, die Wahl zum ersten Bayerischen Landtag nach dem Zweiten Weltkrieg war am 1. Dezember 1946, gleichzeitig mit dem Volksentscheid über die bayerische Verfassung. Die erste Bundestagswahl war am 14. August 1949. Die erste Wahl zum mittelfränkischen Bezirkstag war am 28. November 1954. Am 10. Juni 1979 waren die ersten Wahlen zum Europäischen Parlament.

Eine organisatorische Herausforderung waren und sind die immer wieder neu eingeteilten Wahl- und Stimmkreise mit überschneidenden Zuständigkeiten der Bezirksverbände Nürnberg-Fürth(-Schwabach) und Mittelfranken. Auch die gemeinsame Listenaufstellung für die Landtags- und Bezirkstagswahlen wurden und werden gut gemeistert, Differenzen hinsichtlich der Platzierung waren selten.

Vorreiter auch programmatisch und organisatorisch

Kooperation und Innovation statt Verbote war für die CSU in Mittelfranken schon immer wichtig, nicht nur bei der Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz. Es galt und gilt stets, vermeintliche Gegensätze zu vereinen: Heimat und Weltoffenheit, Tradition und Moderne, Fortschritt und Nachhaltigkeit.4)

In Mittelfranken gibt es eine breite Beteiligung der Mitglieder an der politisch-inhaltlichen Arbeit. So gab es frühzeitig einen „Mittelfranken-Plan“, das bayernweit erste Umweltprogramm und immer wieder aktualisierte Konzepte zum Ausbau des Öffentlichen wie auch des Individualverkehrs.

Bei dem Versuch, nach der Wiedervereinigung mit der DSU eine Alternative zu den ehemaligen „Blockparteien“ zu etablieren, war der Bezirksverband mit der Partnerschaft zu Sachsen/Anhalt und der Abordnung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in das gesamte Gebiet der ehemaligen DDR Vorreiter und Impulsgeber. Auf Initiative des damaligen Bezirksvorsitzender Carl-Dieter Spranger hat die CSU bereits im November 1989 in Magdeburg Kontakt mit Gruppen und Personen aufgenommen, die gegen das Unrechtsregime opponierten.

Moderne und kreative Veranstaltungsformate und Wahlkampfaktionen waren und sind in Mittelfranken ebenso zuhause, wie der Auf- und Ausbau schlagkräftiger Strukturen. Beispiele: Das Drei-Franken-Treffen, Regionaltage mit Schwaben und Baden-Württemberg und neuerdings Videokonferenzen unterschiedlichster Art. Unabhängig davon sind wir mit unseren Mitgliedern, den Kreis- und Ortsverbänden, den Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreisen in jeder Gemeinde so präsent wie keine andere politische Kraft.

Das wollen wir nutzen, um Deutschland weiter voranzubringen, unsere Heimat zu bewahren, die Umwelt zu schützen, neue Chancen zu schaffen und damit die Zukunft zu gewinnen.

Die Jubiläumsfeiern

  • Ein Bayernkurier-Beitrag vom 3. Dezember 1955 hatte die Überschrift: „10 Jahre CSU Mittelfranken“. Demnach habe im Zeitraum 25. bis 27. November 1955 der Festakt zum Jubiläum im Nürnberger Opernhaus stattgefunden, mit Franz Josef Strauß als Festredner. Schon damals nannte FJS „die Wiedervereinigung  Deutschlands in Frieden und Freiheit" als Ziel.
  • 50 Jahre CSU feierte die gesamte Partei am 21. Oktober 1995 in der Olympiahalle zu München, der Bezirksverband Mittelfranken tagte am 10. November 1995 im „Alten Reithaus“ in Triesdorf. Dabei wurden auch die Mitglieder geehrt, die 1945 beitraten.
  • Beim 60-jährigen Bestehen, welches gemeinsam mit dem Bezirksverband Nürnberg-Fürth-Schwabach unter dem Motto „Vertrauen und Verantwortung“ am 25. März 2006 gefeiert wurde, hielt Bundesminister a.D. Dr. Oscar Schneider die Festrede. Dabei erhielten im Historischen Rathaussaal zu Nürnberg die drei Ehren-Bezirksvorsitzenden, Dr. Oscar Schneider, Dr. Karl Hillermeier und Carl-Dieter Spranger die „Goldene Ehrenraute der CSU“.

Politik für die Menschen – zugleich modern und bewahrend

Für die CSU in Mittelfranken war und ist selbstverständlich, stets den Ausgleich zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu suchen, ebenso zwischen Stadt und Land sowie zwischen Ökologie und Ökonomie. Da bei gilt es, die Gesellschaft zusammenzuhalten und für wirtschaftliche und soziale Ausgewogenheit zu sorgen.

Konservativ heißt für die Union auch, an der Spitze des Fortschritts zu stehen. Dabei ist für die CSU der konservative Fortschrittsgedanke ohne die ethische Komponente nicht denkbar.

Als beispielhaft darf wohl das Fränkische Seenland gelten, angestoßen vom CSU-Politiker Ernst Lechner, umgesetzt und unter CSU-Verantwortung immer wieder weiterentwickelt. Es gilt als das größte wasserbauliche Projekt Europas. Der Hauptgrund für den Bau des Fränkischen Seenlandes war ein wasserwirtschaftlicher: Mit den Stauseen wollte die Staatsregierung dem regenarmen Norden Bayerns mehr Wasser zuführen, gleichzeitig sollten Altmühlsee und Brombachsee die einst verheerenden Hochwasser der Altmühl auffangen.

Immerwährenden Aufgaben sieht die CSU im Bezirksverband Mittelfranken zum Beispiel im Ausbau des Gesundheitswesens, im Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, in der Pflege von Naherholung und Kultur (Naturpark Frankenhöhe, Freilandmuseum Bad Windsheim, …) und in vielem mehr. Es gilt, die Attraktivität einer großartigen Region weiter auszubauen.

Auch künftig wird für die CSU in Mittelfranken eine reale Standortpolitik für Bayern und Franken im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Diese bringt Bildung in die Räume und sorgt für eine Infrastruktur, die eine vernetzte Mobilität für Menschen und Produkte ermöglicht – modern und bewahrend zugleich. Deshalb lautete auch das Motto beim Bezirksparteitag 2021: „Für Stabilität und Erneuerung – gemeinsam für ein modernes Deutschland“.

Quellen

1) Dr. Heinz-Werner Stuiber: „Die CSU in Nürnberg/Fürth – zur Geschichte des Bezirksverbandes 1945-1983“

2) Dr. Oscar Schneider: „Vertrauen und Verantwortung – 60 Jahre CSU-Bezirksverband Nürnberg-Fürth-Schwabach (1945-2005)“

3) CSU-Landesleitung, Öffentlichkeitsarbeit: „50 Jahre CSU – Geschichte“

4) 75 „Enthüllungen über eine Partei“ der Hanns-Seidel-Stiftung

5) Geschäftsbericht CSU-Mittelfranken

Archiv für Christlich-Soziale Politik der Hanns-Seidel-Stiftung (ACSP)

Haus der Bayerischen Geschichte

Bayerischer Landtag

CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag

Archiv des Deutschen Bundestages

Aufzeichnungen der CSU-Bezirksverbände Nürnberg-Fürth-Schwabach und Mittelfranken

Wikipedia und diverse andere Online-Portale