Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik (ASP)

Der Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik (ASP) wurde am 11. Dezember 2004 in München gegründet. Er entstand aus der Fusion des Wehr- und Sicherheitspolitischen Arbeitskreises (WPA) und des Fachauschusses Außenpolitik.

Der Wehrpolitische Arbeitskreis (WPA) und der Fachauschuss Außenpolitik

Seit 2001 gab es im Referat Außen-, Sicherheits- und Europapolitik (ASE) der CSU-Landesleitung Pläne, den seit 35 Jahren existierenden Wehrpolitischen Arbeitskreis (WPA) und die außenpolitischen Gremien zu reformieren. Durch eine Neuorientierung sollte politischer Nachwuchs rekrutiert und neue Mitglieder gewonnen werden. Die Mitgliederzahl des WPA war von 8.000 (1997) auf 3.900 (2003) gesunken. Mit der veränderten Sicherheitslage in den USA nach dem 11. September 2001, der Einführung des Euro und der Diskussion um die EU-Osterweiterung wuchs der Wunsch der Basis, über außen- und europapolitische Themen zu diskutieren, doch den zuständigen Gremien Fachausschuss Außenpolitik und Außenpolitischer Club fehlte der regionale Unterbau und damit die Präsenz in der Fläche.

Nach einer Besprechung bei Generalsekretär Thomas Goppel am 25. April 2003 wurde der damalige verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Christian Schmidt beauftragt, die Gesamtkoordinierung des Reformvorhabens zu leiten und ein Modell zur Neustrukturierung des Arbeitsbereiches auszuarbeiten. Der Parteivorstand der CSU beschloss am 13. September 2004 schließlich die Neuausrichtung. Der bisherige WPA wurde durch den umfassenderen Arbeitskreis Außen- und Sicherheitspolitik (ASP) abgelöst. Er sollte künftige Leitlinien der CSU in der internationalen Politik ausarbeiten und – wie schon der WPA – als Basisorganisation mit Bezirks- und Kreisverbänden arbeiten. Auf Landesebene wurde der Aufbau von vier Fachausschüssen gebilligt:

  • Außenpolitik
  • Europapolitik
  • Sicherheitspolitik-Bundeswehr
  • Entwicklungspolitik

Des Weiteren wurde die Einsetzung einer Internationalen Kommission unter der Leitung des ehemaligen Staatsminister Reinold Bocklet bestimmt, die die Partei als „Think Tank“ in allen Fragen der internationalen Politik beraten und unterstützen sollte. Dazu wurden auch gezielt Experten von außerhalb der Partei hinzugezogen. Die erste Tagung fand am 29. November 2004 statt.

Am 11. Dezember 2004 beschloss die außerordentliche Landesdelegiertenversammlung des WPA die nötigen Satzungsänderungen zur Arbeitskreisumgestaltung, ernannte den bisherigen Leiter Hans Raidel zum Ehrenvorsitzenden und wählte Christian Schmidt zum Vorsitzenden des neugebildeten ASP.

In den ASP wurde auch der Fachausschuss Außenpolitik integriert. Der Fachausschuss war ursprünglich am 25. November 1967 als Arbeitskreis Deutschland- und Ostpolitik (DOP) ins Leben gerufen worden und hatte mehrfach seinen Namen gewechselt, so seit März 1974 in Arbeitskreis Deutschland- und Außenpolitik (DAP), ab 9. März 1985 in Fachausschuss Deutschland- und Außenpolitik und zuletzt am 3. Mai 1991 in den Fachausschuss Außenpolitik.

Vorsitzende