Arbeitskreis Hochschule und Kultur (AKH)

Der Arbeitskreis Hochschule und Kultur (AKH) wurde am 3. Dezember 2004 in Germering gegründet. Er ist gemeinsam mit dem Arbeitskreis Schule und Bildung (AKS) aus dem Kulturpolitischen Arbeitskreis (AKK) entstanden.

 

Konstituierung des Kulturpolitischen Ausschusses am 4. Juli 1946

Im Juli 1946 tagte erstmals der Kulturpolitische Ausschuss der CSU. Unter der Leitung des Gautinger Malers und Studienrats Karl Köhler sowie des Geistlichen Rats Emil Muhler aus München erarbeiteten der Union nahestehende Vertreter der Kirchen, Wissenschaft, Erziehung und Kunst kulturpolitische Ziele. Die wichtigste Veranstaltung wurde ein Pädagogischer Kongress vom 13. bis 17. August 1947 in Rothenburg ob der Tauber. Nach 1948 trat der Kulturpolitische Ausschuss zunächst nicht mehr in Erscheinung.

Erst 1962 erfuhr der Arbeitskreis eine Wiederbelebung. Im November 1962 fand in Augsburg der zweite Kulturkongress von CDU/CSU statt, parallel wurde in der CSU-Landesleitung ein kulturpolitisches Referat unter der Leitung von Hans Pflaumer eingerichtet. Nach längerer Diskussion im CSU-Landesausschuss konstituierte sich am 12. Juli 1964 schließlich der Kulturbeirat der Union unter dem Vorsitz von Wilhelm Arnold. Dieser löste sich mit der Gründung des Kulturpolitischen Arbeitskreises (AKK) als regulärem Arbeitskreis der CSU am 16. April 1970 wieder auf. Otto Meyer (bis 1978) und Hans Zehetmair leiteten den kulturpolitischen Arbeitskreis, bis dieser am 3. Dezember 2004 in die Arbeitskreise Hochschule und Kultur (AKH) sowie Schule und Bildung (AKS) geteilt wurde.

Der Kulturbeirat der Union

Am 24. Juni 1964 konstituierte sich im Georgensaal der Münchner Residenz der Kulturbeirat der Union. Nach dem Vorbild des schon 1947 gegründeten Wirtschaftsbeirats der Union (WBU) sollte er ein von der Union unabhängiges Gremium sein, das ein Forum der Begegnung von Politikern und Vertretern des geistigen und kulturellen Lebens darstellen sollte. Er hatte die Aufgabe, auf Anregung der CSU kulturpolitische Probleme zu untersuchen und dazu Stellung zu nehmen sowie aus eigener Initiative kulturpolitische Fragen aufzuzeigen und die Diskussionsergebnisse der CSU als Impuls in die politische Arbeit einzubringen.

Für die Mitarbeit beim Kulturbeirat der Union war eine CSU-Mitgliedschaft nicht erforderlich. In seiner Festrede bezeichnete ihn der CSU-Parteivorsitzende Franz Josef Strauß als ein „Forum für die persönliche Begegnung“. Für die Mitarbeit könne es nur eine Legitimation geben, „die fachliche Kompetenz und die Bereitschaft, mit der CSU zu reden.“

Die erste Hauptversammlung fand am 20. November 1964 statt. Zum Vorsitzenden wurde Prof. Wilhelm Arnold, Rektor der Universität Würzburg, gewählt. Als Generalsekretär fungierte CSU-Kulturreferent Hans Pflaumer.

Im Gegensatz zum immer noch existierenden Wirtschaftsbeirat der Union sind Aktivitäten des Kulturbeirats der Union nur bis 1967 festzustellen. Inzwischen gab es auf Bezirksebene Gründungen eines regulären CSU-Arbeitskreises Kultur (AKK). Auf Landesebene fand diese im April 1970 statt. Vorsitzender wurde der Landtagsabgeordnete Otto Meyer. Als konkrete Aufgabenstellungen hatte der neue Arbeitskreis im Juni einen CSU-Kulturkongress in Regensburg durchzuführen und noch vor der Landtagswahl im November 1970 ein Aktionsprogramm Kulturpolitik zu formulieren.

Neue CSU-Arbeitskreise

Gründung des CSU-Arbeitskreises „Schule und Bildung“ (AKS) am 29.11.2004 in München und des CSU-Arbeitskreises „Hochschule und Kultur“ (AKH) am 3.12.2004 in Germering

 

Um die inhaltliche Ausrichtung der CSU in der Schul- sowie in der Hochschul- und Kulturpolitik zu vertiefen und interessierten Bürgern attraktive Diskussions- und Beteiligungsmöglichkeiten zu bieten, beschloss der CSU-Parteivorstand am 13. September 2004 die Teilung des bisherigen Kulturpolitischen Arbeitskreises (AKK). Der ehemalige Staatsminister Hans Zehetmair gab sein Amt als Vorsitzender des bisherigen AKK nach 26 Jahren auf. Die Gründungsversammlungen wählten den Vorsitzenden des Landtagsausschusses für Bildung, Jugend und Sport, Siegfried Schneider, zum AKS-Vorsitzenden sowie den Vorsitzenden des Landtagsausschusses für Hochschule, Forschung und Kultur, Ludwig Spaenle, zum AKH-Vorsitzenden.

Im Juli 2006 erweiterte der AKK seine Zuständigkeit und nennt sich seitdem Arbeitskreis „Schule, Bildung und Sport“. Nach der Auflösung des CSU-Arbeitskreises „Sport“ (AKSp) im Jahr 1998 ist der Sport in der CSU seitdem wieder als Fachausschuss innerhalb des AKS vertreten. Die Trennung der beiden Arbeitskreise führte zu einem starken Mitgliederzuwachs. Zählte der AKK im Jahr 2003 insgesamt 2. 300 Mitglieder, steigerte sich 2005 die Mitgliederzahl von AKS und AKH auf jeweils über 1.800.

Vorsitzende