Auszubildenden & Schüler Union in Bayern e.V. (SU)

Als konservative Alternative und Opposition zu den linken Schülerverbindungen der siebziger Jahre wurde am 2. Juli 1972 die Schüler Union auf Bundesebene ins Leben gerufen. Sie verstand und versteht sich bis heute in erster Linie als bundesweit tätige Interessenvertretung der Schüler, die mit konstruktiver Kritik für Verbesserungen im Schulsystem eintritt. Im gleichen Jahr gründete sich in der Oberpfalz der erste Bezirksverband der Schüler Union in Bayern. Zwei Jahre später am 7. September 1974 konnte die erste Landesversammlung in Augsburg einberufen werden. In der  Organisationsstruktur der CSU gehört die Schüler Union als Sonderorganisation zur Arbeitsgemeinschaft der Jungen Union.

Im Grundsatzprogramm der Schüler Union Bayern aus dem Jahr 1974 bekennen sich die Mitglieder zur Demokratie und distanzieren sich von jedweder Ideologie. Politisches und kritisches  Denken von Schülern soll angeregt, aber nicht für eine bestimmte politische Richtung vereinnahmt werden. Politik und Schulbehörden werden aufgefordert, Bildungsinhalte und Lehrmethoden regelmäßig an der Entwicklung und den Anforderungen von Gesellschaft und Arbeitswelt zu überprüfen. Schule solle und könne fordern, müsse aber auch ihre Schüler individuell fördern.  nitiativen, Aktionen und Veranstaltungen werden von der Schüler Union bis heute genutzt, um auf Probleme von Schülern aufmerksam zu machen und das Gemeinschaftsgefühl unter den  Schülern zu stärken.

Auf ihrem Höhepunkt in den achtziger Jahren konnte die Schüler Union bundesweit eine Mitgliederzahl von 45.000 vorweisen. Der spätere niedersächsische Ministerpräsident und Bundespräsident Christian Wulff wurde in dieser Zeit zum Bundesvorsitzenden gewählt (1978-1980). Die "Schüler Union"  war seit 1974 Teil der Jungen Union und der CSU, seit 2016 ist sie nun die „Auszubildenden & Schüler Union in Bayern e.V.“.