Anlässlich des Landestages in Amberg gedenken die Delegierten bei einer Kranzniederlegung der Opfer des Aufstands am 17. Juni in Ost-Berlin. In seinem Rechenschaftsbericht erwähnt Franz Sackmann u.a., dass während des letzten Halbjahres in Bayern mehr als 60 JU-Kreisverbände gegründet wurden.
In einer Resolution beschließen die Delegierten: "Die JU wird bei späteren Wahlen nur diejenigen Mandatsträger unterstützen, die im gegenwärtigen Bundestagswahlkampf alle ihre Kräfte in den Dienst der Partei stellen. Sie wird eine Kandidatur aller jener ablehnen, die in der bedeutendsten und wichtigsten Entscheidung dieser Jahre ihre Verpflichtung zum restlosen Einsatz, die ihnen als Mandatsträgern gegen die Partei in besonderem Maße obliegt, vernachlässigt haben."
Die Aktivität der JU veranlasst den damaligen SPD-Landesvorsitzenden Waldemar von Knoeringen zu der Feststellung: "Die JU hat sich zu einem bestimmenden Fakor in der CSU entwickelt. Ich wäre froh, wenn meine Jungsozialisten mit dieser Entwicklung auch nur annähernd Schritt halten könnten."