Dr. iur. Mathilde Berghofer-Weichner

Persönliche Daten

geboren 23.01.1931 in München , gestorben 29.05.2008 in München

Juristin, Staatsanwältin, Regierungsdirektorin, Ministerialrätin, Staatssekretärin, Staatsministerin

Ausbildung und beruflicher Werdegang

  • 1937-1941 Volksschule in München
  • 1941-1944 Oberschule in München
  • 1949 Abitur
  • 1949-1952 Jurastudium in München
  • 1953-1956 Referendarausbildung in Starnberg, München und im Deutschen Bundestag
  • 1957 Promotion an der LMU München
  • 1957-1960 Gerichtsassessorin beim Landgericht München II
  • 1960-1963 Jugendstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft München II
  • 1963-1966 Landgerichtsrätin beim Landgericht München II
  • 1966 Erste Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft München I
  • 1966 Regierungsdirektorin
  • ab 1970 Ministerialrätin in der Hochschulabteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus

Politischer Werdegang und Parteiämter

  • 1956 Eintritt in die JU, CSU und FU
  • 1957-1965 Mitglied im JU-Bundesvorstand
  • 1957-1993 Mitglied im CSU-Landesausschuss
  • 1958-1967 Mitglied im JU-Deutschlandrat
  • 1958-1968 Mitglied im JU-Landesausschuss
  • 1961-1993 Schriftführerin CSU-BV Oberbayern
  • 1963-1983 Mitglied im CSU-Kreisschiedsgericht Starnberg, ab 1965 Vorsitzende
  • 1963-1993 Mitglied im CSU-Parteivorstand
  • 1968-1993 stellvertretende CSU-Parteivorsitzende und Mitglied im CSU-Präsidium
  • 1994-2002 Mitglied der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS)

Politische Mandate

  • 1956-1990 Gemeinderätin in Gauting
  • 1970-1994 MdL Wahlkreis Oberbayern, ab 1978 Stimmkreis Starnberg
  • 1972-2005 Kreisrätin in Starnberg
  • 1974-1986 Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus
  • 1986-1993 Staatsministerin im Bayerischen Staatsministerium der Justiz
  • 1998-1993 stellvertretende Bayerische Ministerpräsidentin

Eine bayerische Löwin: Mathilde Berghofer-Weichner

Die erste Politikerin im bayerischen Kabinett

„Zu den wenigen Frauen, die man als eine der ersten auf der politischen Bühne der Bundesrepublik Deutschland bezeichnen kann, gehörte eine Frau aus dem in Sachen Frauenemanzipation landläufig als rückständig geltenden Freistaat Bayern: Dr. Mathilde Berghofer-Weichner. “, schreibt die Biographin Annelies Amberger.

Fast überall war Mathilde Berghofer-Weichner die „Erste“. Jung, mit 25 Jahren, kandidierte sie 1956 als erste Frau überhaupt für ihren örtlichen Gemeinderat in Gauting. Sie gewann und man übertrug ihr, da sie sich ja erst einmal bewähren musste, als jüngstes Mitglied das Friedhofsreferat. Mit 37 Jahren wurde sie 1968 die erste stellvertretende CSU-Parteivorsitzende und machte die Frauen nicht nur sichtbar, sondern auch hörbar.  ...

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