Oberbayern

Informationen zum Bezirksverband

Gründung: 04.01.1946

Der CSU-Bezirksverband Oberbayern wurde am 4. Januar 1946 in München gegründet. Der erste Vorsitzende war Fritz Schäffer, der noch im selben Jahr von Alois Hundhammer abgelöst werden sollte. Die frühe Geschichte der CSU Oberbayern ist eng verwoben mit dem landesweiten Streit um die Ausrichtung der CSU, da es einen konservativen, überwiegend katholischen, und einen liberalen, offenen Flügel gab. Ersterer überwog in Altbayern und wurde von Fritz Schäffer und später Alois Hundhammer angeführt. Der offenere, liberalere Flügel um Josef Müller (Ochsensepp) dominierte den Norden Bayerns. Erst mit der Wahl Hans Ehards zum Ministerpräsidenten im Jahr 1949 konnte dieser Zwist überwunden werden.
In ihrem Gründungsjahr verzeichnete die CSU Oberbayern bereits 17.902 Mitglieder, und diese Mitgliederzahl erhöhte der der Bezirksverband im Jahr darauf nochmals um 3.000 Mitglieder. Zu Beginn der 1950er Jahre wurde allerdings insbesondere in Oberbayern die Bayernpartei immer stärker, sodass nicht nur die Mitgliederzahlen sanken, sondern dadurch bedingt auch die Finanzen der CSU Oberbayern. Erst im Jahr 1956 – die CSU war 1954 wieder die stärkste Fraktion im Landtag geworden – änderte sich die Lage auch für die CSU Oberbayern. Damals hatte der Bezirksverband nur noch knapp 7.000 Mitglieder; durch viele neue Eintritte konnte der Mitgliederschwund bis zum Ende der 1950er Jahre jedoch gestoppt werden.
In den 1960-er Jahren wurde mit dem Franz Josef Strauß zum ersten Mal ein Mitglied des Bezirksverbands Oberbayern zum CSU-Landesvorsitzenden gewählt. In München geboren, war Franz Josef Strauß Landrat in Schongau gewesen und war später Landtagsabgeordneter in Oberbayern. Im Jahr 1970 wurde der damalige CSU-Generalsekretär Max Streibl neuer Bezirksvorsitzender und leitete, wie bereits Alois Hundhammer vor ihm, den Verband über zwei Jahrzehnte. 1988 wurde mit Max Streibl als Nachfolger von Franz Josef Strauß erneut ein Mitglied der CSU Oberbayern Bayerischer Ministerpräsident.
In den 1980er Jahren stieg die Mitgliederzahl weiter an, wenn auch langsamer als im Jahrzehnt zuvor. Im Jahr 1990 zählte die CSU Oberbayern 46.618 Mitglieder, allerdings verringerte sich diese Zahl bis zum Amtsantritt von Edmund Stoiber als Ministerpräsident im Jahr 1995 um etwa 2.000 Mitglieder. Erst 1995 hatte die CSU Oberbayern wieder mehr als 45.000 Mitglieder.
Im Jahr 2011 wurde mit der damaligen Bundeslandwirtschaftsministerin, Ilse Aigner, erstmalig eine Frau als Vorsitzende des CSU-Bezirksverbands Oberbayern gewählt.

Bis zur Gebietsreform im Jahr 1972 zählte der Bezirksverband Oberbayern folgende 30 Kreisverbände: Aichach, Altötting, Bad Aibling, Bad Reichenhall-Stadt, Bad Tölz, Berchtesgaden, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising-Land, Freising-Stadt, Fürstenfeldbruck, Garmisch-Partenkirchen, Ingolstadt-Land, Ingolstadt-Stadt, Landsberg, Laufen, Miesbach, Mühldorf, München-Land, Pfaffenhofen, Rosenheim-Land, Rosenheim Stadt, Schongau, Schrobenhausen, Starnberg, Traunstein, Wasserburg, Weilheim und Wolfratshausen.

Ab 1972 wurden diese 30 Kreisverbände zu den heutigen 22 Kreisverbänden zusammengefasst. Über die Kreisverbände auf der Website sind die alten Kreisverbände, ihre Vorsitzenden sowie ihre heutige Zugehörigkeit abzurufen.

Quelle: 70 Jahre CSU: Christlich-Soziale Union Oberbayern, München 2016.
 

Im ACSP befinden sich von dem Bezirksverband der CSU Oberbayern für den Zeitraum 1950-2001 circa 34 laufende Meter Akten.

 

Hinweise zu Literatur, Druckschriften und Festschriften des CSU-BV Oberbayern

 

Bezirksverband-Vorsitzende

Galerie